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Stadtentwicklung – nicht planbar aber blogbar

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Januar 2016

Schlingermarkt – quo vadis?

in Chancen/Rundgang by

Der Schlingermarkt ist der Markt meiner Kindheit. 24 Jahre habe ich vis a vis, gleich bei der Remise, gewohnt. Wir waren dort immer einkaufen. Zuerst ging´s zum Konsum, dann weiter die frischen Sachen am Markt kaufen. Ab 6 bin ich mit Brille rumgelaufen, der  Optiker war gleich neben dem Konsum. Heute ist dort ein russisches Geschäft. Früher sorgten die Brillen für Klarheit, heute der Wodka.

Irgendwann hat dann der Niedergang vom Schlingermarkt begonnen. Gleich daneben ist zuerst ein Hofer eingezogen, dann der Spar. Vollsortimenter nennt man das heute. Weiter vorne ist das „ES“ entstanden, der Einkaufsspitz.

ES - Einkaufspitz
ES – Einkaufspitz

Der hat mittlerweile kapituliert, ist seit 2013 zu und wartet auf den Umbau zu einem Wohnbau. Hier hat der Schlingermarkt den längeren Atem gehabt.

Bei der WienWahl 2015 war der Jammer groß. Mein Grätzl wählte tiefblau. Ob der Schlingermarkt etwas damit zu tun hat? Vielleicht, er kann allerdings ein Schlüssel sein. Wenn es gelingt hier wieder einen lebendigen Ort zu schaffen, wird das gedankt.

Ich hab mir das im November einmal angeschaut und die Herausforderung, die Schwierigkeiten sind groß. Umso größer ist allerdings die Chance.

Bei meinem Rundgang sind mir ein paar Dinge aufgefallen:

  • Der Markt ist groß, sehr groß.
  • Ein paar Stände hatte offen, ein paar nicht. Es gibt keine einheitlichen Öffnungszeiten
  • Die eigentliche Front ist komplett verparkt, der Markt öffnet sich nicht nach Außen.
  • Der Markt ist innen zum Teil überdacht, dass ist gut. Allerdings ist er dadurch zum Teil sehr dunkel.
    Aus meiner Zeit als Ladenbauer, weiß ich noch:

LICHT, LICHT, LICHT.

Die Herausforderungen sind immens. In den letzten Jahren sind ein paar Märkte in Wien wieder revitalisiert worden. Der Schlingermarkt steht sogar explizit im Koalitionsabkommen drinnen.
Was macht den Floridsdorfer Markt so schwierig? Zum einen sind die Stände im Eigentum der Standler_innen. Im Moment schafft man nicht einmal gemeinsame Öffnungszeiten.
Dann ist er sehr groß. Die Kaufkraft in der Umgebung ist in den letzten Jahren wahrscheinlich nicht explotiert. Die frühere Kundschaft kauft heute im Supermarkt.

Andere Märkte sind wieder belebter, rundherum hat aber eine Gentrifizierung eingesetzt. So kritisch das zu sehen ist, für die Märkte war das wahrscheinlich ein Motor. Brunnenmarkt, Karmelitermarkt, Vorgartenmarkt, Meidlinger Markt, nur ein paar Beispiele.

Beim Floridsdorfer Markt sind wir von einer Gentrifizierung weit entfernt. Das ist gut so. Möglichkeiten und Idee zur Belebung gibt es aber genug. Als erstes fällt mir ein

MACHT DEN MARKT AUF!

Standln öffnen, Autos weg.
Standln öffnen, Autos weg.

Die Standln zur Straße hin öffnen, die Parkplätze davor entfernen. Den Bauernmarkt an die Straße verlegen, den Markt näher zur Brünnerstraße bringen.

Mehr Ideen im Laufe der Zeit. Aber gnädig sein, ich spinn gerne rum, in dem Wissen, dass Vieles nicht realistisch ist. Der Markt ist es aber wert größer zu denken!

 

 

Gstettn Rundgang

in Nordbahnhof/Rundgang by

Ein Tag im vermeintlichen Spätherbst, am 23. Dezember. Fantastisches Wetter, auch wenn ich mir 1m Neuschnee gewünscht habe. Aber Sonne und dieses grandiose Licht waren auch ok. Ideal für einen Fotorundgang durch die Gstettn. Die jüngste Tochter also in die Trage gepackt und auf geht´s!

So schnell konnte ich gar nicht schauen, hat mich ein freundlicher Security schon aufgehalten und kritisch nachgefragt, was ich denn fotografiere. Aufpassen soll ich, allerhand Gsindl treibt sich da rum. Und die Sprayer, die werde man schon erwischen.

Die Gstett´n wird von uns Bewohner_innen sehr geschätzt und viel genutzt. Als Hundwiese, Abenteuerspielplatz, Fotostudio.
Im Leitbild 2014 als wesenlicher Teil des Gebiets, rau und naturbelassen vorgesehen. Mit Flora und Fauna gespickt. Von den streng geschützten Wechselkröten  (Hier noch mehr Infos), Zauneidechsen und Neuntöter (Vogel), über unsere Feldhasen, Füchse bis hin zu seltenen Pflanzen.
Die Pflanzen wurden aus der ganzen Monarchie importiert und sogar Mittelmeerpflanzen fanden mit dem aufgewärmten Schotterbett der Gleise ideale Bedinungen. Davon soll möglichst viel erhalten bleiben. Ich drücke allen die sich dafür einsetzen, die Daumen.

Die Gstettn vom Nordbahnhof bietet die Chance Naturschutz und Stadtentwicklung auf einzigartige Art und Weise zu vereinen.

Mischnutzung – Hürden und Hindernisse

in Stadtplanung by

Sehr eindrucksvolles Video zum Thema Mischnutzung. Zum Teil aufgenommen am Nordbahnhof.

Alles nicht neu und schon lange bekannt aber man schafft die Umsetzung nicht. Schon der Masterplan von 1994 für den Nordbahnhof beschreibt einen durchmischten Stadtteil. Trotzdem ist davon nicht viel über geblieben. Alle Bürobauten sind an der Lassallestraße und der Walcherstraße konzentriert und dahinter gibt es nur Wohnbauten.  Von der lebendigen Erdgeschoßzone, die im Masterplan sehr gut definiert ist, ist kaum etwas vorhanden.

Chancen die für immer liegen gelassen wurden. So war die Leystraße immer als wichtige Verbindung zwischen Lassallestraße und Innstraße geplant. Das wird sie auch werden. Die Erdgeschoßzone besteht aber großteils aus Garagenentlüftungen, Fahrradräumen und ähnlichem. Einzig das Cafe Aero und das ASKÖ-Bewegungs Center stechen hier etwas raus.

Man hat hier gebaut als ob nie weiter gebaut werden würde. Das wird sich später rächen. Denn plötzlich wird das Potenzial da sein, aber toter Raum bleibt tot.

 

 

Wohnen statt Parken

in Chancen/Stadtplanung by

Wenn die Stadt so weiter wächst, dann braucht Wien jedes Jahr eine Seestadt um allen neuen Wienern_innen eine Wohnung zu bieten. So große Stadtentwicklungsgebiete brauchen aber sehr viele Jahre um fertig bebaut und entwickelt zu werden.

Andererseits liegen innerstädtisch riesige Flächen in Forum von Parkplätzen brach. Meist in Kombination mit Supermärkten.

Das Potenzial wurde auch schon erkannt und es gab ein Pilotprojekt, Umbau des Auhofcenters. Auf seinem Blog kündigte Christoph Chorherr ein weiteres Projekt für 2016 an, den Umbau Lidl – Zschokkegasse.

In einem Artikel von Ulrike Moser wird der Umbau der Gebe Herd Fabrik genannt, wo ursprünglich ein Supermarkt Flachbau geplant war, dann aber ein Wohnbauträger das Potenzial erkannt hat.

Das größte Potenzial liegt aber nicht bei Neubauten, sondern bei der Umnutzung im Rahmen von Sanierungen.

Es gibt sehr viele Fachmärkte mit riesen Parkplatzflächen, die in den nächsten Jahren umgebaut werden. Dabei wird meist gleich eine komplett neues Gebäude errichtet.

3 Beispiele die vor Kurzem umgebaut wurden:

1) Lidl Laabergstraße 42. 1100 Wien

Hier wurde in den letzten Jahren komplett umgebaut, neu errichtet Gesamt Grundfläche 4800²

lidl-laaberg

 

2) Billa Brünnerstraße 57, 1210 Wien

Hier wurde ein ehemaliger Baumarkt abgerissen und eine neue Billa Filiale errichtet. Das Grundstück ist 9000m² groß, Das Billa gibt die Filialfläche mit 1100m² an.

Vis a Vis das neu errichtete KH Nord, viele alte Gewerbeflächen, zum Teil ungenutzt. Der komplette Fleck zwischen Katsushikastraße und Shuttleworthstraße hat großes Potenzial und würde die Trennung der Wohngebiete an der Brünnerstraße aufheben.

Billa

 

3) Hofer Engerthstrasse 111 / Traisengasse 20, 1200 Wien, Grundfläche 5200m²

hofer

 

Das sind nur 3 Beispiele, insgesamt 20.000m² Grundfläche, das sind ca. 540 Wohnungen.

Was wäre zu tun?

  • Scouting Team das nach potenziellen Flächen sucht und Kontakt mit Eigentümer herstellt. Hier kann man sehr gut die Bevölkerung einbinden. So gibt es z.b. im Skyscrapercity – Forum Leute die nach potenziellen Hochhausstandpunkten Ausschau halten.
  • Ein weiteres Vorbild könnte der Leerstandsmelder sein.
  • Programm zum Ankauf möglicher Flächen.
  • Spezielle Förderung für Sanierungen mit Wohnneubau.
  • Logistikkonzept um den Zeitraum der Supermarktschließzeit kurz zu halten.

Wir so oft gilt auch hier, speed kills. 2 Projekte in gut 5 Jahren sind sicher zu wenig. Es müßte jeder Umbau sofort genutzt werden!

Die Zeiten von riesigen Parkplätzen sind vorbei. Es fehlt schlicht der Platz um diese Flächenressourcen brach liegen zu lassen.

Billiger bauen geht nicht

in Chancen/Wohnbau by

Die billigsten Wohnungen sind die, die nicht gebaut werden müßen, weil man sie schon hat.

Gutes Bestandsmanagment ist der Schlüssel

Das Thema ist sehr komplex, Wohnungen sind in unterschiedlichem Zustand. Einmal muß wenig gemacht werden, ein anderes mal müssen auch Leitungen etc. erneuert werden.

Hier die Zeitspanne des Mieterwechsels zu reduzieren hat enormes Potenzial. Ich habe selbst 15 Jahre in einem Gemeindebau gewohnt und hier sind oft Wohnungen monatelang leer gestanden.

Beim 52. Standard Wohnbausymposium in der Seestadt hielt Dr. Ernst Böhm von der Firma B&O WOHNUNGSWIRTSCHAFT einen kurzen Vortrag. B&O ist auf die Sanierung von Wohnungen und Reparaturen aller Art spezialisiert. Als der Big Player in Deutschland hat B&O die Logistik bis aufs Kleinste optimiert. Dadurch garantieren sie eine Wiedervermietbarkeit von Wohnungen innerhalb eines Monats. Ihrer Erfahrung nach ist der Normalfall 2-3 Monate.

Herr Böhm hat eine Modellrechnung präsentiert, beispielhaft an München:

Die Stadt München verfügt über 60.000 kommunale Wohnungen, bei einer angenommenen Fluktuation von 10% sind dies 6.000 Mieterwechsel/Jahr oder 500/Monat. Nimmt man an, dass durch Prozessverbesserungen die durchschnittliche Aufbereitungszeit von 8 auf 4 Wochen sinkt, stehen dauerhaft 500 Wohnungen mehr zur Verfügung.

Das sind 500 Wohnungen die nicht gebaut werden müßen.

Das entspricht einer Grundfläche von 20.000m² und bei Baukosten im geförderten Wohnbau von ca. 1500€/m² rund 50. Millionen Euro die anders investiert werden können.

Nach Auskunft von Wiener Wohnen vergibt alleine die Gemeinde Wien jährlich ca. 10.000 Wohnungen neu.

Über die Dauer bis zur Wiedervermietung konnten auf Anfrage leider keine Angaben gemacht werden. Vorsichtig geschätzt liegt die Zeitspanne aber eher näher bei 2 Monaten als bei 1 Monat

Hier ist also Potenzial für mehr als 800 Wohnungen die schneller verfügbar sind. Rechnet man noch den gesamten Wohnungsmarkt dazu, liegt hier enormes Potenzial brach.

Stadtfabrik – Warum ein Blog?

in Allerlei/Stadtplanung by
Rundgang am Nordbahnhof

Kann man Stadt planen? Nicht wirklich, aber ein bisserl schon. Darum geht es in diesen Blog. Die Planung des Lebens in der Stadt.
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